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Michael Mross: Das Geld ist weg

Sonntag, 19. September 2010 00:23

von Michael Mross

Wohin führt die Krise? Gibt es ein Leben nach dem Kollaps? Wann kommt das Ende? "Diese virtuelle Konsumwelt basiert nur auf den virtuellen Scheinchen, welche die Menschen auf der Bank haben und von denen sie meinen, dass sie einen Wert darstellen. Doch die Stunde der Abrechnung rückt näher." Michael Mross im Interview mit nexworld.tv

Die gegenwärtige Geldsystemkrise ist nicht gelöst, sondern nur übertüncht. Die nächsten Einschläge sind programmiert. Das System selbst befindet sich in der finalen Phase. Zu diesem Schluss kommt Michael Mross in einem Interview mit nexworld.tv.

Alle Selbstreinigungsprozesse im Kapitalismus und der freien Marktwirtschaft wurden aufgehoben. Politiker sind nur noch Getriebene des Systems. Die Demokratie beschränkt sich auf Rauchverbote in Oberbayern. Doch wenn’s ernst wird, werden Gesetze angeblich ohne Alternative im Parlament durchgepeitscht. Allein diese Vorgehensweise zeigt, wie weit es bereits gekommen ist. Was bleibt, ist die künstliche Beatmung eines maroden Systems, dessen Untergang zwangsläufig programmiert ist.

Die weltweite Schuldensumme muss systembedingt immer weiter steigen. Dass dies nicht ewig so weiter gehen kann, dazu braucht man kein Volkswirt sein, um es zu verstehen.

Wir haben früher immer davon geredet, dass irgendwelche Generationen dereinst die Zeche zahlen werden. Doch das ist falsch. Die Zeche zahlen wir selbst, und zwar schon bald. Die Stunde der globalen Abrechnung rückt näher. Und da alles so schön globalisiert ist, bricht auch alles global zusammen.

Vor diesem Hintergrund kann es nicht schaden, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten. Dazu gehört: Beschränkung auf das Wesentliche, lernen, wie man sich aus der Natur direkt ernähren kann (Rohkost, Urkost). Wesentlich ist auch, dass man sich nicht von dem Lametta, welches am Baum des Kapitalismus hängt, abhängig machen lässt. Das Allermeiste von dem, was Menschen meinen zu brauchen, ist vollkommen überflüssig. 98% der Angebote in einem Supermarkt sind verzichtbar, oder machen sogar krank.

Beschränkung auf das Wesentliche muss kein schmerzvoller, leidvoller Vorgang sein. Im Gegenteil: Die Befreiung vom Unwesentlichen ist sogar ein lustvoller Vorgang. Viele Menschen bilden sich nur ein, sind entsprechend „programmiert“, wenn sie meinen, den bunten Konsum zu brauchen. Dabei ist er vollkommen verzichtbar. Ohne Konsum lebt sich’s besser.

Außerdem: Wie dumm muss man sein, zu glauben, dass ein System, welches auf Konsum – also Verbrauch – basiert, nachhaltig existieren kann? Es ist deshalb ein totales Umdenken für jeden einzelnen erforderlich. Und dieses Umdenken kann Spaß machen. Es ist eine Befreiung von Geist und Seele.

Diese virtuelle Konsumwelt basiert nur auf den virtuellen Scheinchen, welche die Menschen auf der Bank haben und von denen sie meinen, dass sie einen Wert darstellen. Doch die Wahrheit ist: das Geld ist schon weg. Das System lebt nur noch von der Illusion der Menschen, dass ihr Geld etwas wert sei. Tatsächlich hat es sich auf den globalen Finanzmärkten schon längst in Luft aufgelöst.

Diese Tatsache zu verschleiern, bemüht sich derzeit die Politik. Doch die Stunde der Wahrheit rückt näher. Es ist deshalb erforderlich, sich geistig darauf einzustellen, damit man nicht überrascht wird. Denn es gibt auch ein Leben nach der Krise. Und in jeder Krise steckt bekanntlich auch eine Chance – die Chance etwas besser zu machen.

Ausschnitt aus dem Interview mit Michael Mross. Vollständige Fassung hier:  www.nexworld.tv (nur über Anmeldung komplett abrufbar)

Quelle: mmnews.de


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